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20.September 2013

Zum 30 jährigen Bestehen Krankenwohnung e.V. und der ersten Krankenwohnung in Deutschland lädt der Verein zu einem Fachtag mit dem Thema „Gemeinsam im Stadtteil wohnungsnahe Gesundheitsversorgung“  in das Evangelische Gemeindezentrum in Berlin Spandau ein.
Der Fachtag des Krankenwohnung e.V. findet in Zusammenarbeit mit dem Fördererverein Heerstraße Nord e.V. statt.

Die Idee Krankenwohnung entstand 1977 auf der Suche nach alternativen Möglichkeiten außerklinischer Pflege im Wohnbereich. Das Konzept wurde mit Praktikern der Gesundheitsversorgung am Institut für Krankenhausbau der TU Berlin entwickelt und 1983 von Mitarbeiterinnen der Sozialstation Heerstraße Nord in einer leer stehenden Pfarrwohnung das erste Mal umgesetzt. Frühe Vorläufer sind die bereits 1887 in Westfalen verbreiteten Gemeindepflegehäuser. Viele Einrichtungen heutiger Kurzzeitpflege folgten dem Konzept der Krankenwohnung.
Die Bedeutung wohnungsnaher Gesundheitseinrichtungen für eine bedarfsgerechte Gesundheitsversorgung der Bevölkerung wird heute anerkannt, das Angebot ist vielfältig und stark gewachsen, die Nachfrage wandelt sich.

seit Januar 2016

Mit dem Inkrafttreten des Pflegestärkungsgesetzes zum 1.1.2016 bestehen wichtige Gesetzesänderungen im SGB V, hier im besonderen der § 39c, der die Finanzierung bei Aufenthalten in Krankenwohnungen neu regelt.

§ 39c Kurzzeitpflege bei fehlender Pflegebedürftigkeit
Reichen Leistungen der häuslichen Krankenpflege nach § 37 Absatz 1a bei schwerer Krankheit oder wegen akuter Verschlimmerung einer Krankheit,insbesondere nach einem Krankenhausaufenthalt, nach einer ambulanten Operation oder nach einer ambulanten Krankenhausbehandlung, nicht aus, erbringt die Krankenkasse die erforderliche Kurzzeitpflege entsprechend § 42 des Elften Buches für eine Übergangszeit, wenn keine Pflegebedürftigkeit im Sinne des Elften Buches festgestellt ist. Im Hinblick auf die Leistungsdauer und die Leistungshöhe gilt § 42 Absatz 2 Satz 1 und 2 des Elften Buches entsprechend. Die Leistung kann in zugelassenen Einrichtungen nach dem Elften Buch oder in anderen geeigneten Einrichtungen erbracht werden. Der Spitzenverband Bund der Krankenkassen legt über das Bundesministerium für Gesundheit dem Deutschen Bundestag bis Ende des Jahres 2018 einen Bericht vor, in dem die Erfahrungen mit der Einführung eines Anspruchs auf Leistungen nach dieser Vorschrift wiedergegeben werden.